Die unendlichen Weiten des Bullet Journaling

Bullet journal 1

Wie bereits von Becca im letzten Blogpost kurz angeschnitten, gibt es neben den beringten- und ringlosen Planern auch noch die Form des Bullet Journals. Ich möchte euch im folgenden Beitrag einen kleinen Einblick in diese, ganz andere Form des Planens geben.

Das Bullet Journal ist ein System, das man komplett individualisieren und so an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann. Alles was ihr dafür braucht, ist ein Notizbuch eurer Wahl – ob liniert, kariert, blanko oder dotted bleibt dabei völlig euch überlassen – und einen Stift. Ich persönlich benutze ein A5 dotted Notizbuch von Leuchtturm, aber zum Ausprobieren ist auch ein leeres Notizbuch, das ihr gerade zur Hand habt, völlig ausreichend.

 

Und wie fängt man jetzt am besten an? In der Regel teilt sich ein Bullet Journal folgendermaßen auf:

  • Index (auf Gutdeutsch: „Inhaltsverzeichnis“ mit Seitenangabe)
  • Legende / Key (gibt einen Überblick über die Bedeutungen der einzelnen Symbole, den sogenannten Bulletpoints)
  • Jahresüberblick / Future Log (mit den wichtigsten Daten im aktuellen Jahr)
  • Monatsübersicht (mit Events und Terminen des aktuellen Monats)

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  • Wochenübersicht (mit Events und Terminen der aktuellen Woche)

 

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  • Tagesübersicht (mit täglichen Events, Terminen und To-Dos)

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  • Habit Tracker (oft genutzt um bestimmte Gewohnheiten zu verfolgen, z.B. Sport, Wasser trinken,
    aufräumen etc.)

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  • und je nach belieben andere Übersichten, wie Listen, Notizen, Adressen… Was immer euch wichtig und nützlich erscheint.

 

Die Reihenfolge ist dabei selbstverständlich nur eine Anregung, keine Vorgabe!

 

Für mich sind Index und Key beispielsweise total überflüssig. Für einen Anderen kann der Habit Tracker totaler Schwachsinn sein und für den Nächsten wieder etwas anderes. Es ist jedem selbst überlassen, was Der- oder Diejenige braucht. So ein persönliches  Notizbuch hat nun mal keine Regeln, richtig? Im Prinzip kann man also alles darin festhalten. Der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Genau das ist für mich das Schöne am Bullet Journal.

 

Ihr fragt euch sicher, warum denn nicht jeder so einen Planer nutzt. Natürlich hat das Bullet Journal, wie jedes andere Planer System auch, Vor- und Nachteile und es kommt vor allem drauf an, was man selbst für ein Typ ist. Ich kann hier natürlich nur aus meiner Sicht erzählen und die Erfahrungen teilen, die ich selbst gemacht habe.

 

Vorteile:

  • Man kann es einrichten wie man möchte .
  • Es hat keine Vorgaben und ist damit sehr flexibel und universell einsetzbar.
  • Für mich ist das Bullet Journal eine Möglichkeit fürs „Brain Dumping“ wo ich meine Worte im Kopf auf ein Blatt Papier ausschütten kann, sei es in Form von Bildern, Listen oder Tagebucheinträgen.
  • Ich kann es dekorativ gestalten oder auch einfach ganz schlicht lassen. Es ist daher sehr abwechslungsreich.
  • Auch die Monats- und Wochenlayouts sind variabel. Wenn ich mich satt gesehen habe und etwas neues ausprobieren möchte, oder ein Layout für mich nicht mehr funktioniert, ist das kein Problem.
  • Ich kann Seiten nach Belieben einschieben und habe so im Prinzip alles an einem Ort.
  • Es ist sehr kompakt.

 

Nachteile:

  • Man braucht unter Umständen etwas Zeit, um ein System zu finden, das für einen selbst funktioniert und mit dem man arbeiten kann. Der eine findet vielleicht direkt beim ersten Versuch das „Superlayout“, der andere probiert erst einmal monatelang jede Woche ein anderes Layout aus, bis er zufrieden ist.
  • Es ist, je nach Layout, sehr zeitaufwendig.
  • Man muss sich dran gewöhnen, dass es keinen fest vorgedruckten Kalender gibt, falls man detailliert voraus planen möchte. Ein Future Log oder Monatsübersichten können hier helfen, sofern der Termin nicht zu weit in der Zukunft liegt. Man kann jedoch auch mal schnell zum Stickynote oder einer Brain Dump Seite greifen.
  • Man muss lernen, dass es okay ist, auch Fehler im Journal zu machen! Die Bullet Journal Einträge auf Instagram sind nur die „perfekten“ Seiten, die die Nutzer mit der Welt teilen möchten. Nicht jede Seite kann so aussehen!

 

Bis hierhin sind es wohl erst einmal genug Informationen und bevor ich euch erschlage, komme ich zum Ende. Ich hoffe, ich konnte euch einen groben Überblick über das System geben und eventuell habe ich ja auch den einen oder anderen neugierig gemacht und zum Ausprobieren anregen können…

 

Bis bald und liebe Grüße,

 

Junli

(Instagram = @itsjunli )

 

 

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